Die Keto-Diät + Medikamentenreduktion: Welche Möglichkeiten gibt es?

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In seinem 2022 erschienenen Buch Brain Energy stellte der Psychiater Chris Palmer aus Massachusetts die ketogene Diät als transformative Therapieform vor, die zu einer Remission der Symptome und in manchen Fällen zu einer medikamentenfreien Zukunft führen könnte. Dies galt sogar für einige Patient:innen, bei denen Schizophrenie und bipolare Störung diagnostiziert worden waren.

Ein Test dieser Möglichkeit läuft derzeit in einer kleinen Klinik in Arlington, Massachusetts. Gegründet vom Psychiater Matt Bernstein, behandelt die Accord-Klinik, die in einem zweistöckigen Haus untergebracht ist, Patient:innen mit einer ketogenen Diät sowie Unterstützung beim Ausschleichen von Medikamenten.

Dies ist die erste stationäre Klinik für ketogene Diäten, die in den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen wurde. Im Gegensatz zu den bisher veröffentlichten Studien zu ketogenen Diäten wird sie eine Bewertung der langfristigen Ergebnisse der ketogenen Diät in Verbindung mit der Unterstützung beim Ausschleichen von Medikamenten liefern. Die Studien, die derzeit in Fachzeitschriften erscheinen, berichten meist davon, wie die ketogene Diät eine hilfreiche ergänzende Behandlung zu regulären psychopharmakologischen Therapien sein kann.

„Ich widme mein Leben diesem Thema“, sagte Bernstein, als ich die Klinik besuchte. „Und ich glaube, dass das Ausschleichen ein wichtiger Teil davon ist. Fast jeder, der das wirklich tut, wird Ihnen dasselbe sagen. Wenn man nicht zusätzlich ausschleicht, kann man trotzdem gute Ergebnisse erzielen. Aber wenn man wirklich sehr gute Ergebnisse erzielen will, muss man zusätzlich auch ausschleichen. Und wenn man Sport treibt, sind die Ergebnisse sogar noch besser.“ 

Dieser konzeptionelle Unterschied – ergänzende Therapie versus transformative Therapie – ist von entscheidender Bedeutung für die möglichen Auswirkungen der Keto-Diät auf die Zukunft der Psychiatrie. Ersteres bewahrt den gesellschaftlichen Glauben an die Vorzüge psychiatrischer Medikamente und im Wesentlichen an ein krankheitsorientiertes Versorgungsmodell, während Letzteres die Gesellschaft dazu anregt, Psychopharmaka als Wirkstoffe zu betrachten, die die Stoffwechselgesundheit verschlechtern können, und die Keto-Diät als Mittel zur Wiederherstellung eines körperlichen Wohlbefindens zu sehen, das psychiatrische Symptome vertreiben kann.

Diese beiden Möglichkeiten lassen zwei sehr unterschiedliche Zukunftsszenarien für die Psychiatrie erkennen. Das Accord-Programm wird im Wesentlichen die transformative Möglichkeit unter die Lupe der Forschung nehmen, da es eine Förderung in Höhe von 600.000 Dollar erhalten hat, um die Ergebnisse seiner Klient:innen in regelmäßigen Abständen bis hin zu einer abschließenden Bewertung nach 18 Monaten zu erfassen.

Eine transformative Möglichkeit

In Brain Energy begann Palmer sein Buch mit einer Anekdote. Zunächst erzählte er, wie es einem 33-jährigen Mann namens Tom, bei dem eine schizoaffektive Störung diagnostiziert worden war, mit Psychopharmaka ergangen war:

„Er hatte in den letzten 13 Jahren jeden Tag seines Lebens unter Halluzinationen, Wahnvorstellungen und seelischen Qualen gelitten. Seine Krankheit quälte ihn. Er hatte 17 verschiedene Medikamente ausprobiert, aber keines hatte gewirkt. Die Medikamente wirkten beruhigend, was seine Angst und Unruhe verringerte, aber sie stoppten weder seine Wahnvorstellungen noch seine Halluzinationen. Darüber hinaus hatten sie dazu geführt, dass er über 100 Pfund zugenommen hat. Er litt schon lange unter einem geringen Selbstwertgefühl, und sein starkes Übergewicht verstärkte dies nur noch. Er war fast zu einem Einsiedler geworden.“

Um Tom beim Abnehmen zu helfen, schlug Palmer ihm vor, eine Keto-Diät auszuprobieren. Palmer beschrieb daraufhin die Verwandlung seines Patienten:

„Ich begann, bemerkenswerte und dramatische Veränderungen bei seinen psychiatrischen Symptomen zu bemerken. Er war weniger depressiv und weniger sediert. Er begann, mehr Augenkontakt herzustellen, und wenn er das tat, sah ich darin eine Präsenz und einen Funken, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Am erstaunlichsten war, dass er mir nach zwei Monaten erzählte, dass seine langjährigen Halluzinationen zurückgingen und dass er seine vielen paranoiden Verschwörungstheorien überdachte. Er begann zu begreifen, dass sie nicht wahr waren und es wahrscheinlich nie gewesen waren. Tom nahm daraufhin 150 Pfund ab, zog aus dem Haus seines Vaters aus und schloss ein Zertifikatsprogramm ab. Er war in der Lage, vor einem Live-Publikum Improvisationstheater zu spielen – etwas, das für ihn vor der Diät unmöglich gewesen wäre.”

Darüber hinaus hatte Palmer zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Brain Energy zwei Fallberichte in Fachzeitschriften veröffentlicht – einen im Jahr 2017 und einen im Jahr 2019 –, in denen beschrieben wurde, wie sich vier Patient:innen mit der Keto-Diät erholt hatten. In dem Bericht von 2017 über zwei schizoaffektive Patient:innen hatte einer erfolgreich alle Psychopharmaka abgesetzt, und der andere konnte die Einnahme solcher Medikamente deutlich reduzieren. In seinem Fallbericht von 2019, berichtete er von „zwei Patient:innen mit langjähriger Schizophrenie, bei denen durch die ketogene Diät eine vollständige Remission der Symptome eintrat . . . Von besonderem Interesse für unsere Forschung ist, dass beide Patient:innen die Einnahme von Antipsychotika beenden konnten und nun seit Jahren in Remission sind.“

Seine Arbeit erregte die Aufmerksamkeit zweier Philanthropen aus dem Silicon Valley, David und Jan Baszucki, die bald darauf eine dritte öffentliche Geschichte über die transformativen Möglichkeiten einer Keto-Diät lieferten.

Ihr Sohn Matt war im Alter von 19 Jahren wegen einer manischen Episode ins Krankenhaus eingeliefert worden. Bei ihm wurde eine bipolare Störung diagnostiziert, und wie seine Mutter Jan später schrieb, verbrachte er die nächsten fünf Jahre damit, mit einer Flut von Medikamenten behandelt zu werden. Schließlich, nachdem er von „41 Ärzten behandelt und 29 Medikamente verschrieben bekommen“ hatte, erklärte sein Psychiater Matt für „behandlungsresistent“.

Dann, im Jahr 2021, begann Matt unter der Anleitung von Palmer mit einer Keto-Diät. Jan schrieb:

„Er benötigte nur noch ein Viertel der Medikamentendosis, die er im Jahr zuvor gebraucht hatte, um Manie abzuwehren. Innerhalb von vier Monaten war seine Stimmung stabil, und seine geistige Vitalität war zurückgekehrt. Er schloss sein Studium ab und arbeitet nun Vollzeit in der Tech-Branche, produziert elektronische Musik und ist beim Gewichtheben, Schachspielen und Klavierspielen wieder in Topform. Er reduziert seine Medikamente weiterhin langsam, ohne Anzeichen von Manie oder Depression – oder gar Angstzuständen, Schlaflosigkeit oder Brain Fog –, die ihn fünf Jahre lang geplagt hatten.“

David Baszucki gründete Roblox, eine börsennotierte Online-Plattform und ein System zur Erstellung von Spielen, das der Familie Baszucki die finanziellen Mittel zur Unterstützung philanthropischer Projekte verschafft hat. Sie gründeten die gemeinnützige Organisation Metabolic Mind, um die Forschung zur Ketodiät zu finanziell zu unterstützen und die „metabolische Psychiatrie“ als eine Therapie zu fördern, die einen „Paradigmenwechsel“ in der Psychiatrie hervorbringen sollen.

Zusätzlich zu Palmers zwei Fallberichten wurden eine Handvoll weiterer Fallberichte veröffentlicht, die von bipolaren und schizoaffektiven Patient:innen berichteten, die eine dramatische Verbesserung zeigten, nachdem sie eine ketogene Diät begonnen und ihren Konsum von Psychopharmaka deutlich reduziert hatten.

Palmers Buch lieferte zudem eine leicht verständliche biologische Erklärung für den therapeutischen Erfolg der ketogenen Diät. Eine schlechte Stoffwechselgesundheit ist bei Patient:innen, bei denen schwere psychische Störungen (und andere neurologische Störungen) diagnostiziert wurden, häufig anzutreffen, und die Keto-Diät, die seit 1921 zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird, hat sich in verschiedenen Studien als wirksam zur Verbesserung der Stoffwechselgesundheit und der Mitochondrienfunktion erwiesen. Die Diät wurde als Gegenmittel für die schlechte Stoffwechselgesundheit präsentiert, die als wahrscheinliche Ursache für psychiatrische Symptome angesehen wird.

Das ist die transformative Möglichkeit, die der Öffentlichkeit in den letzten vier Jahren vorgestellt wurde. Fallberichte erzählten von chronisch erkrankten Patient:innen mit der Diagnose Schizophrenie und bipolarer Störung, die nach Beginn einer Keto-Diät symptomfrei wurden, ohne dass sie weiterhin Psychopharmaka einnahmen (oder nur in minimalem Umfang). Das ist ein Ergebnis, das davon zeugt, dass Patient:innen ihre Diagnosen hinter sich lassen und zu einem erfüllten Leben zurückkehren können.

Die bisherige Forschungsliteratur

Doch während die therapeutische Logik überzeugend sein mag, liefern Fallstudien keine „Evidenzbasis“ für eine Therapie. Erforderlich sind größere Kohortenstudien und randomisierte klinische Studien. Obwohl eine erste Welle solcher Studien nun in der Literatur erscheint, berichten sie (mit einer Ausnahme) nicht über Bemühungen, den Einsatz von Psychopharmaka zu reduzieren. Infolgedessen wird die ketogene Diät meist als ergänzende Therapie zur Psychopharmakologie getestet – eine Forschung, die letztlich das medikamentenzentrierte Versorgungsmodell der Psychiatrie nicht gefährdet.

Kohortenstudien

Es gibt eine Handvoll Kohortenstudien zur Keto-Diät als Begleittherapie – bei Patient:innen mit bipolarer Störung, schizoaffektiver Störung und Depression –, die eine Verbesserung der Symptome berichten. Es gibt zudem zwei veröffentlichte Kohortenstudien, die einen rudimentären Vergleich der Ergebnisse der ketogenen Therapie mit und ohne Reduzierung des Einsatzes von Psychopharmaka ermöglichen.

In der ersten Kohortenstudie wurden 28 Patient:innen mit „schwerer psychischer Erkrankung“ in einem französischen Krankenhaus durchschnittlich zwei Monate lang mit einer Keto-Diät behandelt. Alle 28 Teilnehmenden mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren nahmen zu Beginn der Studie Psychopharmaka ein (durchschnittlich 5,3 Medikamente), wobei 25 der 28 ein Antipsychotikum einnahmen.

Die Kohorte zeigte insgesamt eine dramatische Verbesserung auf Skalen, die psychotische und depressive Symptome messen, sowie bei der klinischen Gesamteinschätzung (CGI-S-Werte). Die Patient:innen zeigten zudem Verbesserungen bei mehreren Markern der metabolischen Gesundheit. Am Ende der Intervention hatten 18 von 28 ihre Einnahme von Psychopharmaka reduziert, und nur bei einem Patienten hatte die Einnahme solcher Medikamente zugenommen.

Die zweite Kohortenstudie wurde von Forschenden der Stanford University geleitet. Sechzehn Patient:innen mit der Diagnose einer bipolaren Störung und fünf mit der Diagnose einer Schizophrenie wurden vier Monate lang mit einer ketogenen Diät behandelt. Ihr Durchschnittsalter betrug 43 Jahre; alle 21 wiesen zu Beginn der Studie eine Stoffwechselstörung auf; und sie nahmen zu Beginn der Studie durchschnittlich 4 Medikamente ein.

Die Stanford-Kohorte zeigte signifikante Verbesserungen bei den CGI-Werten, eine Verringerung der psychotischen Symptome, eine verbesserte „Lebenszufriedenheit“ und eine gesteigerte „Schlafqualität“. Auch ihre Marker für die Stoffwechselgesundheit verbesserten sich. Was die Einnahme von Psychopharmaka betraf, so blieb die Dosierung bei 48 % unverändert, 24 % erhöhten ihre Dosis und 29 % reduzierten sie, sodass sie am Ende der Studie durchschnittlich 3,9 Medikamente einnahmen – praktisch genauso viele wie zu Beginn der Studie.

Die Forschenden kamen zu dem Schluss, dass „unsere Ergebnisse zeigen, dass eine ketogene Diätintervention eine machbare und akzeptable ergänzende Behandlung zu Neuroleptika in einer ambulanten, realen Kohorte darstellt, die psychiatrische und metabolische Verbesserungen bei Personen mit bipolarer Störung oder Schizophrenie und komorbiden Stoffwechselstörungen zeigt.“

Hier ist der statistische Vergleich, der zwischen den beiden Kohorten angestellt werden kann: In der Stanford-Kohorte gab es eine 31-prozentige Verbesserung der CGI-S-Werte (CGI-S), während in der französischen Kohorte eine 60-prozentige Verbesserung der CGI-S-Werte zu verzeichnen war. Mit anderen Worten: Die klinische Verbesserung war doppelt so groß in einer Kohorte, in der zwei Drittel der Patient:innen ihren Einsatz von Psychopharmaka reduzierten.

Wie aus der nachstehenden Grafik ersichtlich ist, waren die Patient:innen in der französischen Studie zu Studienbeginn schwerer erkrankt als diejenigen in der Stanford-Studie, erzielten jedoch am Ende der Studie bessere Werte auf der CGI-Skala.

Somit lässt sich die Kohortenliteratur zum jetzigen Zeitpunkt so beschreiben, dass sie Belege für den Einsatz der ketogenen Diät als Begleittherapie liefert, wobei eine Studie – die französische Studie – darauf hindeutet, dass die klinische Verbesserung noch verstärkt werden könnte, wenn die Patient:innen dazu ermutigt würden, ihren Konsum von Psychopharmaka zu reduzieren.

Randomisierte klinische Studien

Der Goldstandard in der Forschung ist die randomisierte klinische Studie (RCT), und zum größten Teil wartet die Fachwelt noch darauf, dass die Ergebnisse der ersten Runde der RCTs veröffentlicht werden. Diese RCTs wurden konzipiert, um die Vorzüge der ketogenen Diät als Begleittherapie zu bewerten. Obwohl das Fehlen eines Protokolls zur schrittweisen Reduzierung der Medikamentendosis enttäuschend sein mag, dient das Studiendesign dazu, die Wirkung der ketogenen Diät isoliert zu betrachten.

„Der praktische Grund (für ein solches Design) ist, dass akademische Forschende nicht ohne Weiteres Studien entwerfen können, die eine schrittweise Reduzierung der Medikamentendosis als Protokollelement beinhalten“, sagte Bernstein. „Das Haftungsrisiko ist erheblich, die IRB-Genehmigung wird kompliziert, und eine schrittweise Reduzierung würde die Stoffwechselergebnisse verfälschen, die sie zu messen versuchen.“

Die größte RCT mit veröffentlichten Ergebnissen ist eine britische Studie mit 88 Patient:innen, die an behandlungsresistenter Depression litten und randomisiert entweder einer ketogenen Diät oder einer phytochemischen Diät zugewiesen wurden. Eine phytochemische Diät konzentriert sich auf die Maximierung der Aufnahme pflanzlicher Verbindungen (Phytonährstoffe) und beinhaltet typischerweise den Verzehr von buntem Obst, Gemüse, Nüssen, Samen und gesunden Ölen. In diesem Fall wurde die ketogene Diät also nicht mit einem Placebo verglichen, sondern mit einer anderen Diät, die zur Verbesserung der Gesundheit konzipiert war.

Zu Baseline nahmen 93 % der Patient:innen ein einziges Antidepressivum ein, die restlichen 7 % zwei oder drei Medikamente. Ihr Durchschnittsalter betrug 42 Jahre, und am Ende einer sechswöchigen Behandlungsphase hatten die depressiven Symptome in der Keto-Gruppe etwas stärker abgenommen als in der Phyto-Gruppe. Obwohl der Unterschied gering war, war die Verbesserung der depressiven Symptome auf der PHQ9-Skala in beiden Gruppen recht gut.

Nachdem die aktive Unterstützung für die beiden Diäten beendet war, gab es jedoch in den folgenden sechs Wochen in keiner der beiden Gruppen eine weitere Verbesserung in irgendeinem Ergebnisbereich. Nur 20 % der Keto-Gruppe hielten sich während der Nachbeobachtungszeit mindestens 50 % der Zeit an diese Diät, während fast die Hälfte der Phyto-Gruppe diesen Grad an Einhaltung beibehielt, was darauf hindeutet, dass die Phyto-Diät eine nachhaltigere Intervention war. Es gab nach 12 Wochen keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der depressiven Symptome oder bei den Messungen zu Angst, Kognition, Funktionsfähigkeit und Lebensqualität.

Quelle: M. Gao, A ketogenic diet for treatment-resistant depression. JAMA Psychiatry. 2026;83(4):331-340.

In ihrer Schlussfolgerung legten die Forscher jedoch den Schwerpunkt auf die Ergebnisse nach sechs Wochen und schrieben: „Diese RCT fand geringe Verbesserungen bei Menschen mit behandlungsresistenter Depression, wenn eine ketogene Diät als Ergänzung zu Medikamenten eingesetzt wurde.“

Es gab eine kleine Anzahl weiterer RCTs zur Keto-Diät bei depressiven und ängstlichen Patient:innen, und die Autor:innen einer „Metaanalyse“ von RCTs kamen zu dem Schluss, dass ketogene „Interventionen in RCTs mit geringen bis moderaten Verbesserungen der depressiven Symptome verbunden waren, jedoch keine signifikanten Veränderungen bei Angstzuständen zeigten.“

Ein erster Schritt in der Forschung

Dies ist die „Evidenzbasis“, die sich aus RCTs zur ketogenen Diät als Begleittherapie zu Medikamenten abzuzeichnen beginnt. Es gibt Berichte über signifikante Verbesserungen der Zielsymptome bei Patient:innen, die sich für einen kurzen Zeitraum an die Keto-Diät hielten, sowie über signifikante Verbesserungen der Marker für die Stoffwechselgesundheit.

Diese Forschungsergebnisse veranlassten Palmer, Bernstein und sechs weitere Befürworter der metabolischen Psychiatrie, in einer kürzlich veröffentlichten „Konsenserklärung“ zu dem Schluss zu kommen, dass „die ketogene Stoffwechseltherapie als Begleittherapie zu Erstlinienbehandlungen bei Major Depression, bipolaren Störungen und Schizophrenie in Betracht gezogen werden sollte.“

Obwohl diese Schlussfolgerung mit den verfügbaren Erkenntnissen übereinstimmte, räumte Bernstein ein, dass es auch einen politischen Grund gibt, warum Befürworter der metabolischen Psychiatrie den Aspekt der schrittweisen Reduzierung bei ketogenen Interventionen nicht öffentlich vorantreiben wollen.

„Die metabolische Psychiatrie kämpft um Akzeptanz innerhalb eines Fachgebiets, das dem pharmakologischen Modell verpflichtet ist. Eine Empfehlung zur schrittweisen Reduzierung in der Fachliteratur – selbst dort, wo die mechanistische Logik dies erfordert – würde Angriffe nach sich ziehen, die die Glaubwürdigkeit des Fachgebiets gefährden könnten, bevor es eine ausreichende Evidenzbasis aufgebaut hat“, sagte Bernstein.

Hier kommt das Accord-Programm ins Spiel. Mit seinem Forschungszuschuss in Höhe von 600.000 Dollar wird es Belege für längerfristige Ergebnisse bei einer Behandlung liefern, die eine ketogene Diät mit der schrittweisen Reduzierung von Medikamenten kombiniert. Besonders interessant wird es sein, zu sehen, wie vielen seiner Klient:innen es nach 18 Monaten gut geht und sie entweder ganz auf Psychopharmaka verzichten oder nur noch eine geringe Dosis von ein oder zwei solchen Medikamenten einnehmen. Diese Ergebnisse werden zeigen, ob die ketogene Diät in Kombination mit einer schrittweisen Reduzierung der Medikamentendosis für einen bedeutenden Prozentsatz der Patient:innen eine transformative Therapie sein könnte.

Ein offener Geist

Die Psychiatrie wirbt gerne damit, dass ihre Praktiken evidenzbasiert sind. Daher lohnt es sich, den „evidenzbasierten“ Weg Schritt für Schritt nachzuvollziehen, der Bernstein dazu veranlasste, das Accord-Programm ins Leben zu rufen.

Matt Bernstein

Bernstein ist der medizinische Leiter bei Ellenhorn, einem Programm für „Behandlung ohne Mauern“ im Raum Boston, das einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Bedeutung sozialer Bindungen als Weg zur Genesung legt. Zwar hatte Bernstein schon immer ein Interesse daran gehabt, den Klient:innen von Ellenhorn dabei zu helfen, bestimmte Klassen von Psychopharmaka abzusetzen, doch dieses Interesse wuchs, wie er sagte, nachdem er Anatomy of an Epidemic gelesen hatte, das Belege dafür lieferte, dass Antipsychotika und andere Klassen von Psychopharmaka die Langzeitergebnisse verschlechtern.

„Ihr Buch hat mir einiges über Psychopharmakologie beigebracht, was ich während meiner Facharztausbildung nie gelernt habe, und das hat mir dabei geholfen, mutig genug zu sein, Menschen beim Ausschleichen von Antipsychotika zu unterstützen“, sagte er.

Der nächste Schritt erfolgte, als er eine Studie von Lex Wunderink aus den Niederlanden las. In dieser Studie wurden Patient:innen mit einer ersten psychotischen Episode nach einer anfänglichen Stabilisierungsphase mit Neuroleptika randomisiert entweder der Standardbehandlung oder einem Ausschleicharm zugewiesen. Nach zwei Jahren war die Rückfallrate in der Ausschleich-Gruppe höher, obwohl solche Rückfälle in der Regel ohne erneute Krankenhausaufnahme bewältigt werden konnten. Nach sieben Jahren war die Genesungsrate in der Ausschleich-Gruppe jedoch doppelt so hoch und der Anteil der Patient:innen, die einen Rückfall erlebt hatten, war in beiden Kohorten gleich.

„Ich habe die Studie an alle verteilt, und niemand kennt sie, was unglaublich ist, denn meiner Ansicht nach ist es wahrscheinlich die wichtigste Arbeit, die in den letzten 20 Jahren in der Psychopharmakologie veröffentlicht wurde“, sagte Bernstein. „Und nach dieser Veröffentlichung hatte man wirklich das Gefühl, dass die Beweislage auf unserer Seite ist, dass ein schrittweises Absetzen zu besseren Ergebnissen führt, und dass es nicht nur Patient:innen sind, die danach fragen, sondern dass es tatsächlich evidenzbasiert ist, besonders wenn man langfristig genug hinschaut.“

Der dritte Schritt für Bernstein entstand aus klinischer Erfahrung. Als er das Ausschleichen von Neuroleptika in seine klinische Praxis integrierte, stellte er fest, dass man bei Ellenhorn dank der teambasierten Betreuung vorübergehende Symptomschübe in der Regel bewältigen konnte, „ohne die Dosis erhöhen zu müssen, oder manchmal erhöhen wir die Dosis vorübergehend und können dann das Ausschleichen fortsetzen“, sagte er. „Es gibt genügend Unterstützung für die Person und für die Familie, damit es nicht zu einer Krise kommt.“

So führten seine ersten Jahre des Ausschleichens von Neuroleptika zu einem gewissen therapeutischen Erfolg. Viele Patient:innen konnten auf niedrigere Dosen herunterkommen, und einige wenige konnten ihre Psychopharmaka, einschließlich Neuroleptika, vollständig absetzen. Gleichzeitig stellte er jedoch fest, dass seine Patient:innen oft „einen Punkt erreichten“, an dem sie die Dosis ihrer Neuroleptika nicht weiter senken konnten. „Wir stießen auch an Grenzen, was die funktionellen Ergebnisse der Patient:innen betraf. Und sie hatten immer noch stark an Gewicht zugenommen und litten unter Stoffwechselstörungen, weil sie die Medikamente über lange Zeiträume eingenommen hatten. Selbst bei niedrigeren Dosen verschwand das nicht“, sagte er.

Der nächste Schritt in der Entwicklung seines Denkens erfolgte, als er im McLean Hospital an einer Grand-Rounds-Präsentation von Chris Palmer teilnahm, der kurz zuvor seine Arbeit über zwei Patient:innen mit psychotischen Störungen veröffentlicht hatte, die sich „vollständig erholt hatten, wobei die Clozapin-resistente Psychose durch ketogene Diäten abklang“. Er sei, so erinnerte er sich, vielleicht „der Einzige im Publikum gewesen, der Chris glaubte“.

An diesem Punkt vertiefte sich Bernstein in die wissenschaftliche Literatur zu den Vorteilen einer ketogenen Diät. Die Forschungsliteratur, so stellte er fest, lieferte eine überzeugende physiologische Begründung dafür, warum eine ketogene Diät eine wirksame Behandlung für psychiatrische Symptome sein könnte.

Unsere moderne Ernährung stützt sich auf Kohlenhydrate zur Produktion von Glukose, die in unserem Blut zirkuliert. Insulin transportiert die Glukose in die Zellen, wo die Mitochondrien sie in Adenosintriphosphat umwandeln, das Energiemolekül, das die Zellfunktionen antreibt. Kartoffeln, raffinierte Getreideprodukte, bestimmte Obstsorten, Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und verarbeitete Lebensmittel sind alle reich an Kohlenhydraten – eine Ernährungsweise, die mit einem erhöhten Risiko für Insulinresistenz, Adipositas, Typ-2-Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.

Eine ketogene Diät schaltet einen zweiten Mechanismus ein – die Fettverbrennung –, um die Mitochondrien mit Energie zu versorgen. Dieses duale Energiesystem, so Bernstein, erfüllte im Laufe der menschlichen Evolution einen offensichtlichen Zweck. In Zeiten, in denen kohlenhydratreiche Nahrungsmittel nicht verfügbar sind, wandelt die Leber im Körper gespeichertes Fett in Ketone um, die zur Energiequelle für die Zellen werden.

„Das hat uns als Spezies das Überleben gesichert“, sagte Bernstein. „Es ist Brennstoff für das Gehirn, wenn man keine Nahrung hat, und es lässt das Gehirn sogar noch besser arbeiten. Es ermöglichte uns, zu jagen und zu sammeln und Nahrung zu beschaffen, wenn wir schon drei oder vier Tage ohne Essen waren. Deshalb gibt es Ketone.“

Drei Tage Fasten können den Körper in die Ketose versetzen – d. h. Ketone produzieren, um die Zellen mit Energie zu versorgen. Eine ketogene Diät aktiviert dieses alternative Energiesystem, indem sie dem Körper im Grunde die Kohlenhydrate vorenthält, die er benötigt, um mit Glukose zu arbeiten. Eine ketogene Ernährung besteht typischerweise darin, vier Gramm Fett pro Gramm Protein und Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, wobei die tägliche Gesamtkohlenhydratzufuhr zwischen 20 und 50 Gramm liegt. Dies erfordert eine Ernährung, die aus gesunden Ölen, fettem Fisch, Fleisch (Rind, Schwein, Huhn, Pute), Eiern, Nüssen, Samen, Käse, Vollmilchjoghurt und Blattgemüse – Brokkoli, Blumenkohl, Spinat und Grünkohl – besteht.

Forschungsergebnisse zeigen, dass eine ketogene Ernährung oxidativen Stress reduziert, entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und die Neurotransmitteraktivität im Gehirn regulieren kann. Menschen nehmen mit dieser Diät ab, und sie bietet sofort Abhilfe bei Insulinresistenz, da nun Ketone die Mitochondrien mit Energie versorgen und diese kein Insulin benötigen, um in die Zelle zu gelangen.

Eine ketogene Ernährung versorgt die Mitochondrien nicht nur mit einer anderen Energiequelle, sondern hilft ihnen auch, effizienter zu arbeiten. Sie fördert die Vermehrung der Mitochondrien, die Beseitigung beschädigter oder dysfunktionaler Mitochondrien (ein Selbstreinigungsprozess namens Mitophagie) sowie die Produktion des aus dem Gehirn stammenden neurotropen Faktors (BDNF).

„Das Gehirn benötigt BDNF, um in unserem Verhalten und Denken flexibel zu sein“, sagte Bernstein. „Es steht in einem perfekten Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit. Es ermöglicht den Neuronen, mehr Verbindungen zu anderen Neuronen herzustellen. Auch körperliche Betätigung erhöht den BDNF-Spiegel, und zwar durch die Steigerung der Ketonproduktion.“

Der andere Teil der „Evidenzbasis“ für seinen Sinneswandel ergab sich aus seiner Auswertung von Forschungsergebnissen, die belegen, wie Neuroleptika und in geringerem Maße auch Antidepressiva und Stimmungsstabilisatoren dem Stoffwechsel schaden können – was er auch regelmäßig bei seinen Patient:innen beobachtete. „Das ist verrückt“, sagte er. „Wir verschreiben Medikamente, die dazu führen, dass Menschen 80 Pfund zunehmen, an Diabetes erkranken und 15 bis 20 Jahre früher sterben.“

Nachdem er die wissenschaftlichen Erkenntnisse geprüft und selbst eine ketogene Diät ausprobiert hatte, begann Bernstein, seine Patient:innen bei Ellenhorn zu ermutigen, diese ebenfalls zu versuchen. Es handelte sich um Patient:innen mit einer Vielzahl von Diagnosen – „bipolare Störung, Schizophrenie, Zwangsstörungen, behandlungsresistente Depressionen, die ganze Bandbreite“, sagte er. „Ich war überwältigt von den Ergebnissen, die die Menschen erzielen. Wenn Menschen anfangen, Ketone zu bilden, kommen sie ausnahmslos zu mir zurück und sagen: ‚Ich habe mehr Energie. Mein Gehirn kommt wieder in Schwung.‘“

Er stellte fest, dass die Diät auch die schrittweise Reduzierung der Medikamente ermöglichte. Während Patient:innen zuvor an einen Punkt gelangten, an dem sie nicht mehr weiterkamen, konnten sie mit der ketogenen Therapie „weitermachen“. Darüber hinaus sahen einige seiner Patient:innen, sobald sie sich auf der Keto-Diät stabilisiert hatten, nun eine „Chance“, mit der schrittweisen Reduzierung ihrer Medikamente zu beginnen.

Das war der „evidenzbasierte“ Weg, der sich im Laufe von 12 Jahren für Bernstein entfaltete, wobei ein Schritt zum nächsten führte. Mit dieser Erfahrung im Hinterkopf gründeten er und zwei weitere Mitarbeitende von Ellenhorn im Juli 2024 Accord, wobei die Baszucki-Gruppe einen Teil der Anschubfinanzierung bereitstellte.

Das Programm bei Accord

Das Accord-Haus in Arlington bietet Platz für sieben stationäre Patient:innen gleichzeitig, die für einen bis drei Monate bleiben, bei monatlichen Kosten von 36.000 Dollar. Accord betreibt auch ein Tagesprogramm, das 26.000 Dollar pro Monat kostet. Zwar bietet Accord einigen Klient:innen Stipendien an, doch übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Betreuung nicht, was den Kreis derjenigen, die Zugang zu diesem Programm haben, stark einschränkt.

Das Tagesprogramm besteht aus einer genau abgestimmten ketogenen Diät, Kochkursen, einem Termin mit einem Personal Trainer in einem nahegelegenen Fitnessstudio und Nachmittagsspaziergängen mit Programmleiterin Sophie Kwass.

Sophie Kwass

„Die Spaziergänge stabilisieren den Blutzuckerspiegel, man bekommt Sonnenlicht, frische Luft und eine Pause vom Drinnensein“, sagte Kwass, die eine zugelassene Sozialarbeiterin ist. „Und ich stelle fest, dass einige meiner besten therapeutischen Gespräche außerhalb der Therapiepraxis stattgefunden haben. Es gibt keinen Therapiedruck, und so öffnen sich viele unserer Klient:innen mehr, wenn wir spazieren gehen und reden, und die Atmosphäre ist ungezwungener.“

Die Ernährungsberaterin des Teams, Meghan Stein, arbeitete zuvor für ein Unternehmen, das die Richtigkeit von Nährwertangaben auf Lebensmitteletiketten zertifizierte – eine Berufserfahrung, die es ihr ermöglicht, präzise Berechnungen über die Zusammensetzung von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten in den täglichen Mahlzeiten anzustellen. Als sie als Ernährungsanalystin tätig war, betrachtete Stein die Keto-Diät als Modeerscheinung, da sie die traditionelle Ernährungspyramide auf den Kopf stellt, bei der Kohlenhydrate an der Basis und Fett an der Spitze stehen. „Das wurde mir so beigebracht. Es hieß, etwa 40 % bis 60 % der Ernährung sollten aus Kohlenhydraten bestehen, und man solle die Fettaufnahme stark einschränken.“

Meghan Stein

Heute ist sie eine überzeugte Anhängerin der Keto-Diät-Pyramide, bei der Fett an der Basis und Kohlenhydrate an der Spitze stehen. „Ich beobachte bei den Patient:innen in der Regel zuerst einen Energieschub, dann eine bessere Konzentrationsfähigkeit und Lernfähigkeit. Ich sehe verbesserte Laborwerte bei Insulinresistenz und Cholesterinprofilen, und über einen längeren Zeitraum hinweg stelle ich Verbesserungen bei psychiatrischen Symptomen fest.“

Die Köchin bei Accord, Katrina Vazquez, begann bereits während ihrer Arbeit bei Ellenhorn mit der Zubereitung von Keto-Mahlzeiten. Sie hat jedoch auch eigene Erfahrungen mit Depressionen, PTBS und Zöliakie gemacht, und als sie persönlich begann, sich „keto“ zu ernähren, verlor sie Gewicht, ihre Rosazea klang ab und sie hatte plötzlich Energie zum Trainieren.

Obwohl sie für alle die gleiche Mahlzeit zubereitet, erstellen sie und Stein „individuelle Kundenblätter, um sicherzustellen, dass die Patient:innen ihre Lebensmittel richtig abmessen“. Die verschiedenen Lebensmittelgruppen – Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett – werden grammgenau abgemessen, was den Patient:innen hilft, schnell in die Ketose zu kommen. „Wenn sie sich zu 100 % daran halten, können sie innerhalb von 48 Stunden in die Ketose kommen“, sagte Vazquez.

Katrina Vazquez

Man spricht von Ketose, wenn der Blutspiegel an Beta-Hydroxyketonen 0,5 Millimol erreicht, doch für therapeutische Zwecke liegt das Ziel oft bei 1 bis 3 Millimol.

Auf seiner Website hat Accord die „Ergebnisse“ für seine erste Gruppe stationärer Klient:innen veröffentlicht. Diese erste Gruppe war zwischen 20 und 67 Jahre alt und verbrachte im Durchschnitt zwei Monate bei Accord. Die Diagramme zeigen einen Rückgang bei Gewicht, Körperfett, Blutzuckerwerten und Triglyceriden – alles Anzeichen für eine verbesserte Stoffwechselgesundheit. Klinische Messungen belegen eine Verringerung der Symptome sowie Verbesserungen der Funktionsfähigkeit und der Lebensqualität. Ihre CGI-S-Werte sanken auf der Sieben-Punkte-Skala von durchschnittlich 3,6 auf 2,8.

Patientenberichte: N=2

Als ich Accord im vergangenen November besuchte, vermittelte man mir ein Gespräch mit zwei ihrer Klient:innen, die im Frühjahr 2025 am Programm teilgenommen hatten und somit zum Zeitpunkt unseres Interviews bereits seit mehr als sechs Monaten eine ketogene Diät befolgten. Als solche könnten sie als „Fallstudien“ bezeichnet werden, die Accord der Öffentlichkeit präsentieren wollte (und die sich bereit erklärten, für einen öffentlichen Bericht mit mir zu sprechen).

Jack Grady und Familie

Wie jede Familie bestätigen kann: Wenn ein geliebter Mensch eine manische Episode oder einen psychotischen Zusammenbruch erleidet und dann in den Strudel der Polypharmazie gerät, kann es ein langer Weg sein, wieder aus diesem Loch herauszukommen. Und so beschreibt Jacks Mutter, Mary Alice Grady, die Zeit vor Accord als „acht Jahre Hölle“, wenn sie über den Weg spricht, den ihre Familie und ihr Sohn Jack hinter sich haben.

Mary Alice Grady

In der Highschool gehörte Jack zu einer beliebten Clique, erzielte gute Noten und trieb Sport – eine vielversprechende Zukunft schien vor ihm zu liegen, sagte sie. Im Herbst seines zweiten Studienjahres erlitt er jedoch einen manischen Zusammenbruch, der nach Ansicht seiner Eltern durch seinen Marihuanakonsum ausgelöst wurde. Jack erhielt Risperdal, in der Annahme, dass er vielleicht nur einen kurzen Anfall einer durch Marihuana ausgelösten Psychose erlitten hatte. Etwa einen Monat später irrte er jedoch nach dem Besuch eines Basketballspiels orientierungslos umher, lief in den Verkehr hinein, und diesmal wurde bei ihm eine bipolare Störung Typ 1 diagnostiziert und er erhielt Lithium und Invega. Zwar stabilisierte sich sein Zustand unter dieser Kombination, „aber er war ein Zombie“, sagte seine Mutter. „Und wir dachten: ‚Wird das jetzt unser neues Kind sein?‘“

Eine Zeit lang, nach einem Aufenthalt in einer Übergangseinrichtung, ging es Jack ziemlich gut. Er hörte auf, Marihuana zu konsumieren, und setzte die meisten seiner Psychopharmaka schrittweise ab; in den folgenden drei Jahren lebte er selbstständig, umgeben von Freunden und arbeitete in einem Restaurant. Im Jahr 2022 schrieb er sich an der University of Colorado in Denver ein, mit dem Ziel, Videocutter zu werden. In dieser neuen Umgebung begann er jedoch bald wieder zu trinken und nahm Vyvanse zum Lernen sowie Marihuana zur Entspannung, was zu einem weiteren psychotischen Zusammenbruch führte.

„Er war völlig in einer anderen Welt“, sagte seine Mutter. „Er hörte Stimmen … man konnte sehen, dass da ein Knackpunkt war.“

Danach folgten mehrere Krankenhausaufenthalte, Aufenthalte in verschiedenen stationären Behandlungseinrichtungen und eine ganze Reihe von Medikamenten – Risperdal, Invega, Abilify, das injizierbare Aristada, Lithium, Lamictal und schließlich eine hohe Dosis Clozapin, das Medikament für „behandlungsresistente“ Psychosen. „Es ging ihm immer schlechter“, sagte seine Mutter, da er die Medikamente ständig absetzte und wieder einnahm, weil er es hasste, wie sie ihn fühlen ließen. „Schließlich sah er uns an und sagte: ‚Mama, hast du jemals daran gedacht, dass das Krankenhaus und die Therapiezentren mich nur noch kranker machen?‘“

Jack Grady

Für Jack waren diese Jahre eine Qual. „Ich spreche die ganze Zeit mit den Stimmen in meinem Kopf“, erinnerte er sich in unserem Interview. „Sie sind wie die Stimme Gottes, von Jesus, Kobe Bryant … viele Krankenhausaufenthalte, viele verrückte Dinge, die passierten. Ich schrie, ich schlug meinen Kopf auf den Boden, es war eine religiöse Buße.“

Außerdem, unter einem Medikamentencocktail, der Clozapin enthielt, „war ich wie ein anderer Mensch“, sagte er. „Ich war sediert, unmotiviert, nicht wirklich glücklich. Ich wollte einfach nur schlafen. Ich hatte keine Motivation für Musik, für irgendetwas.“

Jack befand sich in einem Behandlungsprogramm in New York, als seine Eltern, die durch einen Auftritt der Familie Baszucki in The Today Show von der Keto-Diät erfahren hatten, Jack fragten, ob er in Betracht ziehen würde, zu Accord zu gehen. Was ihn davon überzeugte, so seine Mutter, war, dass Kwass ihn fragte, was seine Ziele seien – etwas, das ihn zuvor noch niemand gefragt hatte. Jack sagte ihr, seine Ziele seien es, „wieder gesund zu werden, mit dem Training anzufangen und von den Medikamenten wegzukommen“, sagte seine Mutter.

Anfang 2025 verbrachte Jack zwei Monate im Accord. Er kam mit einer hohen Dosis Clozapin (450 mg), einem zweiten Neuroleptikum (Vraylar), einem SSRI (Fluvoxamin), Lithium und einem Stimmungsstabilisator (Lamictal) an. Der Ausschleichprozess begann, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf der Reduzierung von Clozapin lag; doch während seiner Zeit bei Accord kam es zu keiner signifikanten Abnahme seiner psychiatrischen Symptome. Er hörte weiterhin Stimmen, „aber meine Energie wurde besser“, erinnerte er sich. „Meine Stimmung verbesserte sich. Ich war glücklicher oder weniger traurig. Ich fing an zu trainieren und arbeitete mit einem Personal Trainer. Ich ging spazieren. Ich fühlte mich optimistischer.“

Als sie wieder zu Hause in St. Louis waren, setzte er seine Bemühungen fort, Clozapin und die anderen Medikamente abzusetzen, und seine Familie hielt sich an eine Keto-Diät. Dann, etwa zwei Monate später, war es „als hätte man einen Lichtschalter umgelegt“, erinnert sich seine Mutter.

„Die Stimmen in meinem Kopf sind fast verschwunden“, sagte Jack im November, als er für einen kurzen Besuch bei Bernstein nach Accord zurückkehrte. „Und selbst wenn sie wiederkommen, schalte ich sie einfach irgendwie aus, was ich vorher nicht wirklich konnte und auch nicht wirklich wollte.“

Da seine Symptome nachließen, begann Jack wieder zu arbeiten, als Kellner in einem Restaurant in einem Kunstmuseum. Er baute sich in seiner Garage ein Musikstudio und fing an, Texte zu schreiben und Musik zu machen, „einfach zu singen und zu rappen und mir vorerst die Beats und Instrumentals von YouTube zu holen.“

„Jack geht es so viel besser“, sagte seine Mutter. „Er fängt an, wieder zu funktionieren. Der soziale Teil ist noch nicht zurückgekommen, aber ich bin zuversichtlich. Er ist gesünder und trainiert auf eigene Faust. Sein selbstbestimmtes Verhalten ist zurück.“

Meredith Marks

Meredith Marks, die seit 27 Jahren mit einer psychiatrischen Diagnose lebt, erzählt eine Lebensgeschichte, die vielen so Diagnostizierten vertraut ist. Sie berichtet von schrecklichem Mobbing in der Schule, jahrelangem Alkoholmissbrauch als Teenager, einem Suizid, der im Alter von 21 Jahren zur Diagnose einer Borderline-Persönlichkeitsstörung führte, und schließlich einer zweiten Diagnose einer bipolaren Störung im Alter von 24 Jahren. Ein Medikamentencocktail prägte ihr Leben von diesem Zeitpunkt an, sodass sie, als sie im März 2025 zum ersten Mal am Tagesprogramm bei Accord teilnahm, sieben solcher Medikamente einnahm.

„Ich habe einen ziemlichen Weg hinter mir. Ich wurde von Mitte 20 bis Mitte 30 wahrscheinlich fünf Mal stationär behandelt und habe 36 Elektroschocktherapiesitzungen hinter mir“, sagte sie.

Trotz ihrer psychischen Probleme schloss sie in ihren Zwanzigern ihr Studium an der Suffolk University in Boston mit einem Abschluss in Soziologie ab (cum laude und als Mitglied in zwei nationalen Ehrengesellschaften). Doch aufgrund ihrer psychischen Vorgeschichte „war mein erster Job nach dem Studium das Aufsammeln von Hundekot in einer Hundetagesstätte“, sagte sie. „Das zeigt, wo ich damals mit meinen Gedanken war, womit ich umgehen konnte und womit nicht.“

Die Höhen und Tiefen in ihrem Leben – durchsetzt mit Krankenhausaufenthalten – setzten sich fort. Sie nahm durch die Medikamente stark zu, heiratete und ließ sich scheiden, und dann, Anfang 30, erwarb sie einen Master-Abschluss in psychologischer Beratung. Dieser Abschluss gab ihr schließlich Halt in ihrem Leben, da sie seit 12 oder 13 Jahren als Beraterin für DCS Mental Health arbeitet, eine Einrichtung, die Menschen mit schweren psychischen Störungen behandelt. Während dieser Zeit durchlief sie jedoch regelmäßig Phasen von Depressionen und Manie, die sie zwangen, sich von ihrer Arbeit freistellen zu lassen.

„Mit [dem Medikamentencocktail] ging es mir mal gut, mal schlecht, mal war es mir egal. Er hat mich größtenteils stabil gehalten, aber das bedeutet nicht, dass ich immun gegen die Episoden bin“, sagte sie.

Außerdem gab es außerhalb der Arbeit wenig Freude in ihrem Leben. Sie verbrachte ihre Zeit damit, „mich zu verstecken, mich buchstäblich vor der Welt zu verstecken“, sagte sie und zeigte, wie sie ihr Haar so kämmte, dass es ihre Augen bedeckte. „Und ich verbrachte die besten Jahre meines Lebens übergewichtig.“

Bernstein versuchte zunächst, sie dazu zu bewegen, die ketogene Diät auszuprobieren, als sie eine Klientin von Ellenhorn war, aber sie lehnte ab. „Ich mag meinen Zucker; ich mag meine Kohlenhydrate.“ Doch nachdem Accord eröffnet hatte und er ihr das Tagesprogramm vorschlug, zog sie Bilanz über ihr Leben und beschloss, dass sie sich ändern musste. „Es kam schließlich zu einem Punkt, an dem ich so schwer und so unglücklich war und die ganze Zeit nur schlief. Ich war kein Spaß für meine Familie. Ich war keine gute Freundin.“

An ihrem ersten Tag bei Accord, erinnerte sie sich, „gingen wir spazieren, und ich schaffte es kaum. Ich war außer Atem.“

Nach einem Monat auf der Keto-Diät sagte sie: „Ich fühlte mich unglaublich besser. Voller Energie. Unsere Spaziergänge wurden nach den Mahlzeiten hier immer länger. Ich fühlte mich wohler in meiner Haut. Ich hatte das Gefühl, dass man mir zuhörte und mich verstand – es war eine ganz neue Dynamik. Es waren so viele Puzzleteile. Es ist nicht nur die Diät.

Meredith Marks

Sie blieb zwei Monate lang im Tagesprogramm und hat dank der anhaltenden Unterstützung durch das Accord-Team die ketogene Diät beibehalten, während sie seit fast einem Jahr selbst kocht. Die Reduzierung der Medikamente verlief langsam, obwohl sie ihren Medikamentencocktail von sieben auf fünf Medikamente reduziert und die Dosierung einiger ihrer anderen Medikamente verringert hat. Sie hatte im vergangenen Jahr keine manischen oder depressiven Episoden und konnte regelmäßig arbeiten.

Vor allem aber spricht sie von einer neu gewonnenen Lebensfreude und einer Veränderung ihrer Persönlichkeit. „Mein soziales Leben hat sich erweitert. Und mein Leben ist jetzt so viel erfüllter. Ich bin einfach mehr unterwegs und ein aktives Mitglied meiner Familie. Ich habe einen Bruder und eine Schwester, beide jünger, und sie sagen, es sei so schön, dich jetzt um sich zu haben.“

Ihr Selbstbewusstsein während unseres Interviews war deutlich spürbar, und ich konnte nicht umhin, zu erwähnen, wie gesund sie aussah. Und dann wies sie darauf hin, dass ihr Haar ihre Augen nicht mehr verdeckte.

„Ich fühle mich so viel besser mit mir selbst. Ich habe das Gefühl, dass ich früher versucht habe, nicht die zu sein, die ich wirklich bin. Jetzt bin ich wirklich, aufrichtig und authentisch ich selbst. Ich bin zwar nicht nett und süß. Aber ich bin freundlich und ehrlich.“

Ist es nachhaltig?

Da die Keto-Diät bereits seit 1921 zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird, gibt es in der wissenschaftlichen Literatur reichlich Belege dafür, dass eine Keto-Diät die Marker der Stoffwechselgesundheit verbessern kann und durch den Ersatz von Glukose durch Ketone als Brennstoff für die Zellmitochondrien einen Energieschub bewirkt. Während der Umstellung auf die Ketogenese kann es zu einer Phase der „Keto-Grippe“ kommen – mit Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit und Übelkeit –, doch langfristig wurde festgestellt, dass die Diät mit einem signifikanten Rückgang der Gesamtmortalität verbunden ist.

Es ist jedoch klar, dass es für Patient:innen schwierig sein kann, die Diät aufrechtzuerhalten, sobald die aktive klinische Unterstützung endet. Wenn die Diät als Begleittherapie zu Psychopharmaka eingesetzt wird und die Patient:innen nach kurzer Zeit die Diät nicht fortsetzen, scheint es, als würden sie wieder an denselben Punkt zurückfallen, an dem sie zuvor waren – nämlich bei einer Medikamententherapie, die so problematisch sein kann.

Die Möglichkeit, die die öffentliche Fantasie so sehr beflügelte, ergab sich aus Fallberichten, die von einer Remission der Symptome bei Patient:innen mit einer schweren psychischen Störung berichteten, die nach Beginn einer ketogenen Diät ihre Medikamente absetzen konnten und gesund blieben. Das Accord-Programm bringt die Patient:innen auf diesen Weg, doch die schrittweise Reduzierung ist ein langer, langsamer und komplizierter Prozess. Daher wird ein wesentlicher Aspekt der Forschung darin bestehen, zu beurteilen, was mit den Klient:innen in den 18 Monaten nach Beendigung ihres stationären Aufenthalts (oder des Tagesprogramms) geschieht.

Im vergangenen September stellte Accord Donika Hristova ein, die eine Ausbildung zur „Gesundheitscoach“ im Bereich der metabolischen Psychiatrie absolviert hat, um psychiatrischen Patient:innen, die eine ketogene Diät beginnen oder beibehalten möchten, Online-Unterstützung anzubieten. Viele Accord-Klienten nutzen diesen Online-Service nach Abschluss des stationären Aufenthalts oder des Tagesprogramms.

Donika Hristova

Hristovas persönliche Geschichte passt in das „transformative“ Narrativ, das Palmer der Öffentlichkeit präsentierte. Vor etwa zehn Jahren wurde bei ihr eine bipolare II-Störung diagnostiziert und sie erhielt ein Stimmungsstabilisierungsmittel. Zwar half ihr das Medikament sechs Jahre lang dabei, ihre Symptome erfolgreich zu bewältigen, doch „es war nicht etwas, das mir half, das Leben zu führen, das ich führen wollte“. Sie probierte daraufhin die ketogene Diät aus, ohne jegliche Unterstützung von außen, und begann zudem, ihre Dosis des Stimmungsstabilisators zu reduzieren. Innerhalb von sechs Monaten war sie von den Medikamenten weg und es ging ihr gut.

„Meine kognitiven Fähigkeiten haben sich wirklich verbessert, meine Stimmung hat sich stabilisiert und meine Energie hat wie nie zuvor zugenommen. Dieser mentale Nebel ist einfach verschwunden“, sagte sie.

Sie hielt sich noch zwei weitere Jahre an die ketogene Diät und wechselte dann zu einer Vollwertkost, die zwar kohlenhydratarm ist, sie aber nicht in die Ketose versetzt. Es geht ihr weiterhin gut, ohne dass sie Medikamente benötigt. Sie folgt dem, was sie als „Lebensstil-Medikation“ bezeichnet, was auch das ist, was Accord predigt. „Es ist nicht nur die Ernährung, sondern auch die Bewegung, die Stressbewältigung, die sozialen Kontakte und einfach der ganzheitliche Ansatz.“

Mit einer Ausnahme konnten die Accord-Patient:innen, denen sie in den letzten acht Monaten online Unterstützung geleistet hat, eine ketogene Diät durchhalten. „Was ich beobachte, ist, dass sich die Menschen allmählich besser fühlen und das Wissen erwerben, wie sie gesund bleiben können. Mit Unterstützung und der richtigen Anleitung sind sie dann in der Lage, dieses Wissen in einen Lebensstil zu integrieren, der gut zu ihnen passt, und sie finden es einfacher, dieses Leben zu führen, als dorthin zurückzukehren, wo sie vorher waren.“

Zwar gibt es eine Reihe von randomisierten kontrollierten Studien zu ketogenen Therapien, deren Ergebnisse in den kommenden Monaten und den nächsten Jahren veröffentlicht werden, doch werden diese Studien nur begrenzte Einblicke in die Langzeitergebnisse einer ketogenen Diät liefern. Die Accord-Studie wird jedoch Aufschluss darüber geben, wie es einer Kohorte von Patient:innen geht, bei denen schwere psychische Störungen diagnostiziert wurden und die typischerweise mit einer Vielzahl von Medikamenten zu Accord kamen, 18 Monate nach der ersten Behandlung mit einer ketogenen Diät und Unterstützung beim Ausschleichen der Medikamente. Ihre Ergebnisse sollten Aufschluss darüber geben, wie viele die Diät aufrechterhalten konnten, inwieweit sich der Einsatz von Psychopharmaka verringert hat und ob es einigen gelang, alle Medikamente abzusetzen und gesund zu bleiben.

Diese Ergebnisse werden dazu beitragen, eine „Evidenzbasis“ für die ketogene Therapie zu schaffen, die sich derzeit noch in den Anfängen befindet und bislang vor allem Aufschluss über ihre mögliche kurzfristige Wirksamkeit als Begleittherapie gibt. Das Potenzial des Accord-Protokolls liegt darin, dass es zeigen wird, ob die „metabolische Psychiatrie“ eine transformative Therapieform sein kann, die zu einer soliden Genesung führt und den fortgesetzten Einsatz von Psychopharmaka minimiert.

Mad in Deutschland veröffentlicht Blogbeiträge einer vielfältigen Gruppe von Autor:innen. Diese Beiträge sollen zur Diskussion über Psychiatrie und ihre Behandlungsmethoden in Deutschland anregen. Die geäußerten Meinungen sind die der Autor:innen.

Robert Whitaker
Robert Whitaker
Robert Whitaker ist Journalist und Autor von zwei Büchern über die Geschichte der Psychiatrie, Mad in America und Anatomy of an Epidemic, sowie Co-Autor, zusammen mit Lisa Cosgrove, von Psychiatry Under the Influence. Er ist Gründer von madinamerica.com.

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