Die Packungsbeilagen für Antidepressiva warnen davor, dass die Medikamente das Suizidrisiko erhöhen. Für Fluoxetin heißt es in der dänischen Packungsbeilage, dass suizidale Gedanken „zu Beginn der Einnahme von Antidepressiva zunehmen können, da die Wirkung des Medikaments erst nach einer gewissen Zeit eintritt, oft nach etwa 14 Tagen, manchmal aber auch später“ und dass „klinische Studien gezeigt haben, dass bei Erwachsenen unter 25 Jahren mit psychiatrischen Störungen ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten besteht“.
Diese Information ist nicht ganz korrekt. Die Wirkung der Medikamente setzt nicht nach einer bestimmten Anzahl von Tagen ein, sondern sehr allmählich. Selbst nach sechs Wochen, der Dauer der meisten Studien, ist der Unterschied in den Depressionssymptomen zwischen Wirkstoff und Placebo so gering, dass er unter dem liegt, was Psychiater:innen als klinisch relevant ansehen. Daher glauben viele sogenannte kritische Psychiater,:innen, dass die Medikamente tatsächlich keine positive Wirkung auf Depressionen haben.
Es ist irreführend zu sagen, dass Suizidgedanken zu Beginn der Behandlung zunehmen können. Sie können jederzeit auftreten, insbesondere bei Dosisänderungen, sowohl bei Erhöhungen als auch bei Verringerungen, worauf die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA, aber leider nicht die dänische Arzneimittelbehörde, hinweist.
Es ist auch falsch, den Eindruck zu erwecken, dass das erhöhte Suizidrisiko mit dem 25. Lebensjahr endet. Als die FDA 2006 alle Studien analysierte, zeigte sich in ihrem Bericht eine Kurve, in der das Suizidrisiko bis zum Alter von 40 Jahren anstieg.
Placebokontrollierte Studien zeigen, dass das Suizidrisiko bei der Einnahme von Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen doppelt so hoch ist. Das ist seit 17 Jahren bekannt. 2019 wurde eine neue Analyse veröffentlicht, die auch die Ereignisse nach Beendigung der Teilnahme der Patient:innen an der Studie berücksichtigte. Es stellte sich heraus, dass die Medikamente auch bei Erwachsenen nicht nur das Suizidrisiko verdoppeln, sondern auch die Zahl der vollendeten Suizide. Die Analyse spiegelt die Realität wider, da man in der klinischen Praxis die Einnahme der Medikamente irgendwann auch abbricht.
Wir verfügen also über fundierte Erkenntnisse – aus den zuverlässigsten Studien, die es gibt, nämlich den placebokontrollierten Studien –, dass Antidepressiva das Suizidrisiko und die Zahl der vollendeten Suizide verdoppeln und dass es keine Altersgrenze gibt.
Die offizielle Darstellung weltweit ist jedoch genau das Gegenteil. Die Geschichte lautet, dass Antidepressiva vor Suizid schützen.
Kürzlich (Anm. der Redaktion: 2023) hat einer meiner Kollegen eine Google-Suche nach „Suizid und Antidepressiva” (auf Dänisch) durchgeführt, und einer der ersten Treffer stammte von “Psychiatry in the Capital Region”, wo behauptet wurde, dass Antidepressiva das Risiko für Suizid oder Gewalt nicht erhöhen.
Ich habe die Suche am 25. September 2023 wiederholt, um herauszufinden, inwieweit die Öffentlichkeit falsch informiert wird. Es stellte sich heraus, dass dies in sehr großem Umfang und systematisch geschieht. Ich beschreibe hier die 10 wichtigsten Einträge.
Ganz oben stand ein Bericht des Zentrums für Suizidforschung. Die Forscher:innen fanden heraus, dass Antidepressiva das Risiko wiederholter Suizidversuche um 50 % erhöhen, passten ihre Analysen jedoch um eine Vielzahl von Faktoren an, darunter Kinder unter 15 Jahren, Alter, Geschlecht, Beruf, psychiatrische Kontakte und die Einnahme verschiedener Psychopharmaka. Daraufhin kamen sie zu folgendem Schluss: „Diese Studie zeigt, dass die Einnahme von Antidepressiva, einschließlich SSRI, in der Zeit nach einem Suizidversuch die statistische Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung des Suizidversuchs nicht erhöht.”
Es ist ein elementares Wissen, dass es statistisch völlig falsch ist, etwas zu korrigieren, das Teil der Kausalkette ist. Eine schwere psychische Erkrankung kann zu psychiatrischen Kontakten und zum Einsatz anderer Psychopharmaka sowie zu einem Suizidversuch führen. Wenn man Kausalfaktoren in der Kausalkette korrigiert, kann man eine echte Korrelation vollständig verschwinden lassen. Dieses Durcheinander wurde finanziell unterstützt von Lundbeck, einem dänischen Pharmaunternehmen, das mehrere Antidepressiva verkauft und dessen Direktor einmal in einer Radiosendung behauptete, Antidepressiva schützten vor Suizid.
An zweiter Stelle der Liste stand eine Botschaft der Psychiatrie in der Hauptstadtregion an die dänischen Bürger mit dem Titel „Suizid- und Gewaltrisiko wird durch Antidepressiva-Therapie nicht beeinflusst“. Sie verwiesen auf eine dänische Registerstudie, und es gab keinerlei Vorbehalte gegenüber der Schlussfolgerung. Dies war eine schwerwiegende Fehlinformation der Öffentlichkeit. Registerstudien sind in vielerlei Hinsicht verzerrt und können natürlich nicht die Ergebnisse placebokontrollierter Studien entkräften, die eindeutig zeigen, dass Antidepressiva das Risiko für sowohl Suizid als auch Gewalt erhöhen.
Nummer drei war noch schlimmer. Die Psychiatrie in der Hauptstadtregion erklärte in der Überschrift, dass „Antidepressiva das Suizidrisiko nicht erhöhen” und in der Unterüberschrift, dass „Fluoxetin und Venlafaxin das Suizidrisiko bei jungen Menschen nicht erhöhen. Bei Erwachsenen und älteren Menschen schützen die Medikamente vor Suizid.” Sie bezogen sich dabei auf eine höchst unzuverlässige Metaanalyse von Gibbons aus dem Jahr 2012, die laut dem Psychiater David Healy eine Zusammenstellung einer früheren Metaanalyse aus dem Jahr 1991 ist, die ebenso unzuverlässig ist. Gibbons verwendete statistische Modelle und hat zahlreiche höchst unzuverlässige Studien veröffentlicht, in denen er behauptet, dass Antidepressiva vor Suizid schützen. Mehrere Forschende haben nachgewiesen, dass seine Studien so unredlich sind, dass es sich nicht um Fehler handelt, sondern um bewusstes Betrügen. Gibbons war als Sachverständiger in Gerichtsverfahren für zwei Pharmaunternehmen tätig, die Antidepressiva verkaufen.
Nummer vier war ein Artikel aus Psykiatrisk Tidsskrift, einem von der Industrie finanzierten Wegwerfmagazin, mit dem Titel „Antidepressiva erhöhen Risikofaktoren für Suizid” und der Unterüberschrift „Eine neue Cochrane-Studie zeigt, dass Antidepressiva das Risiko für psychische Probleme erhöhen, die zu Suizid und Gewalt führen können”. Meine Forschungsgruppe hatte die placebokontrollierten Studien mit gesunden erwachsenen Freiwilligen überprüft. Wir haben festgestellt, dass Antidepressiva das Risiko für Nebenwirkungen, die laut FDA das Risiko für Suizid und Gewalt erhöhen, verdoppeln (Risikoquotient 1,9). In dem Artikel wurde dies fälschlicherweise als Risiko von 15,2 % gegenüber 10,3 % angegeben (was einem Risikoquotienten von nur 1,5 entspricht). Diese Zahlen sind aus der Luft gegriffen. Sie kommen in unserem Artikel überhaupt nicht vor.
Nummer fünf war ein vereinbarter Wortlaut der dänischen Arzneimittelbehörde für alle Antidepressiva zum Text in den Packungsbeilagen: „Da eine Besserung der Depression möglicherweise erst nach mehreren Wochen der Behandlung eintritt, sollte der Patient bis zum Eintreten einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die allgemeine klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko in der frühen Phase der Genesung erhöht sein kann.“ Man gewinnt den Eindruck, dass das Suizidrisiko steigen kann, bevor das Medikament überhaupt wirkt.
Die dänische Arzneimittelbehörde behauptet somit, dass Antidepressiva das Suizidrisiko senken, was zutiefst unverantwortlich ist. Darüber hinaus ist die „allgemeine klinische Erfahrung“ unzuverlässig. Die Behörde hätte sagen müssen, dass die placebokontrollierten Studien zeigen, dass das Suizidrisiko nicht nur zu Beginn der Behandlung, sondern jederzeit und insbesondere bei Dosisänderungen erhöht ist.
Nummer sechs war ein Artikel in “Ugeskrift for Læger” (Zeitschrift der Dänischen Ärztekammer) von der Psychiaterin Dr. Marianne Breds Geoffroy mit dem Titel „Jugend-Suizid und Antidepressiva” und dem Untertitel „Peter Gøtzsche behauptet, dass Antidepressiva junge Menschen in den Suizid getrieben haben. Aber woher will er das wissen?” Das ist ganz einfach. Einer der stärksten Risikofaktoren für Suizid sind frühere Suizidversuche. Wenn also die Medikamente das Suizidrisiko erhöhen, werden einige Menschen sicherlich Erfolg haben. Der Psychiater David Healyund ich haben viele dieser Fälle beschrieben. Geoffroy beginnt ihren Artikel mit den Worten: „Peter Gøtzsche schreibt, dass es Antidepressiva sind, die ‚junge Menschen in den Suizid getrieben haben‘. Wenn das stimmt, warum werden dann nicht alle Kinder und Jugendlichen, die an Depressionen leiden und Antidepressiva erhalten, in den Suizid getrieben?“ Nun, auch wenn einige im Straßenverkehr ums Leben kommen, sterben wir nicht alle. Geoffroy hatte Honorare von Lundbeck, Eli Lilly und Novartis erhalten, die alle Antidepressiva verkaufen.
Nummer sieben war eine Erwähnung in “Ugeskrift for Læger” der Doktorarbeit des Psychiaters Lars Søndergaard. Sie basierte auf dänischen Registern, und Søndergaard stellte fest, dass „ein verringertes Suizidrisiko mit der fortgesetzten Behandlung mit allen Gruppen von Antidepressiva verbunden ist“, genau das Gegenteil von dem, was die randomisierten Studien gezeigt haben.
Nummer acht war mein Kommentar auf der Website des Nationalen Gesundheitsrats. Der Professor für Psychiatrie Poul Videbech hatte in der Zeitschrift des Rates, Rational Pharmacotherapy, behauptet, dass eine Unterbehandlung mit Antidepressiva aufgrund des Suizidrisikos gefährlich sei. Ich wies darauf hin, dass dies nicht der Fall sein kann, da Antidepressiva das Suizidrisiko erhöhen. Ich schrieb an die Behörde, dass Videbech in mehreren anderen Punkten falsch liege, und bat sie, meinen Kommentar in der Zeitschrift zu veröffentlichen, da den Verlautbarungen der Nationalen Gesundheitsbehörde großes Gewicht beigemessen wird. Die Behörde antwortete, dass sie in der Zeitschrift kein Diskussionsforum habe und normalerweise keine Kommentare veröffentliche, in diesem Fall jedoch eine Ausnahme mache.
Nummer neun war eine Erwähnung auf videnskab.dk (science.dk) der Metaanalyse meiner Forschungsgruppe zu klinischen Studienberichten, die Eli Lilly bei der Europäischen Arzneimittelagentur eingereicht hatte. Wir haben gezeigt, dass Duloxetin das Risiko für Suizid und Gewalt bei Frauen mittleren Alters mit Harninkontinenz im Vergleich zu denen, die Placebo erhielten, um das 4- bis 5-fache erhöht. Später gab die FDA bekannt, dass während der Nachbeobachtungsphase dieser Studien 2,6-mal so viele Frauen Suizidversuche unternommen hatten wie andere Frauen derselben Altersgruppe.
Nummer zehn war mein Artikel in der nationalen Zeitung Jyllands-Posten vom 3. Februar 2018 mit dem Titel „Ein weiterer tragischer Suizid durch Antidepressiva”. Die Eltern von Rasmus Burchardt hatten mich kontaktiert, nachdem ihr Sohn sich 18 Tage, nachdem sein Arzt ihm Mirtazapin gegen Schlafprobleme und Schulmüdigkeit verschrieben hatte, im Badezimmer erhängt hatte. Sie waren nicht darüber aufgeklärt worden, dass Antidepressiva Suizid verursachen können, und wollten, dass ich einen Artikel darüber schreibe, um andere zu warnen. Sie wussten nicht einmal, dass Rasmus ein Antidepressivum verschrieben worden war. Unter anderem schrieb ich in Jyllands-Posten:
„Diese tragische Geschichte ist leider ziemlich typisch für Suizide, die durch Antidepressiva verursacht werden. Sie kommen oft ohne Vorwarnung und die Methode ist in der Regel sehr gewalttätig, z. B. Erhängen, Erschießen oder vor einen Zug springen, was garantiert, dass der Suizidversuch gelingt, im Gegensatz zu der häufigeren Vorgehensweise, eine Überdosis Tabletten zu nehmen, die oft ein Hilferuf ist.“
„Viele dieser Suizide werden den Behörden nie zur Kenntnis gebracht, weil die weit verbreitete, aber falsche Annahme besteht, dass Antidepressiva vor Suizid schützen. Daher werden viele Suizide nie gemeldet. Auch die Pharmaunternehmen haben viele Suizide und Suizidversuche in ihren klinischen Studien verschwiegen. Tatsächlich ist dies so weit verbreitet, dass man von einem Forschungsbetrug mit tödlichen Folgen sprechen kann.“
„Ich stimme den Eltern zu, dass die Behörden ihrer Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit nicht nachkommen. Die Psychiater tun dies ebenfalls nicht. Der Professor und Psychiater Lars Kessing behauptete in der „Abendshow“ am 15. April 2013, dass Antidepressiva vor Suizid schützen.“
Mein Artikel löste eine Debatte aus. Der Psychiater Poul Erik Buchholtz aus Risskov behauptete (JP 15. Februar), dass Antidepressiva Suizid bei schwer depressiven Patient:innen verhindern, aber dafür gibt es keine Beweise. Buchholtz war auch der Meinung, dass Psychotherapie als einzige Behandlung für schwere Depressionen unmöglich sei. Auch das ist falsch. Meine Forschungsgruppe hat in einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2017 gezeigt, dass Psychotherapie bei Patient:innen, die einen Suizidversuch unternommen haben, das Risiko eines weiteren Suizidversuchs halbiert. Schwer depressive Patient:innen sollten daher Psychotherapie erhalten, nicht Tabletten.
Die Leugnung war total. In der journalistischen Berichterstattung der Jyllands-Posten über meinen Artikel (JP 3. Februar) führte auch der Kinder- und Jugendpsychiater Professor Per Hove Thomsen die Leser in seiner Verteidigung der Pillen in die Irre. Er fand es zum Nachdenken anregend, dass in einer Zeit, in der der Konsum von Glückspillen in Dänemark zunahm, die Zahl der Suizide von etwa 1.500 auf 700 sank. Solche Daten können für nichts verwendet werden. Rückgänge oder Anstiege der Suizidzahlen haben viele Ursachen, und in den USA (und in mehreren anderen Ländern) stieg die Zahl der Suizide im gleichen Zeitraum, in dem auch der Konsum von Glückspillen deutlich zunahm, erheblich an, aber die Psychiater:innen erwähnen dies mit keinem Wort.
In der journalistischen Berichterstattung sagte der Vorsitzende der Dänischen Gesellschaft für Familienmedizin, Anders Beich, dass die langen Wartezeiten für Psychiater:innen katastrophal sein können, da Depressionen an sich gefährlich sind und zu Suizid führen können. Gefährlich ist, dass Ärztinnen und Ärzte die Realität verdrehen und der Öffentlichkeit erzählen, dass Antidepressiva Suizid verhindern.
Auch Videbech meldete sich zu Wort. Er schrieb in einem Artikel (JP 10. Februar), dass für Kinder und Jugendliche möglicherweise ein „leicht erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und -verhalten, aber nicht für vollendete Suizide“ bestehe. Die Analyse, auf die sich Videbech bezog, ergab eine Verdopplung des Suizidrisikos bei Kindern und Jugendlichen. Dies kann nicht als „möglicherweise leicht erhöhtes Risiko“ bezeichnet werden.
Videbech verwies auf eine Studie von Kessing und Kolleg:innen, die von der Lundbeck-Stiftung finanziert wurde. Kessing stand auf der Gehaltsliste von Lundbeck und stellte fest, dass bei Kindern und Jugendlichen „die mit SSRI behandelten Patient:innen im Vergleich zu den nicht mit SSRI behandelten Patient:innen eine statistisch hoch signifikante und stark erhöhte Suizidrate aufwiesen” (Rate Ratio von 19). Er kam jedoch zu dem gegenteiligen Schluss: „Die Nichtbehandlung von schwer depressiven Kindern und Jugendlichen mit SSRI kann unangemessen oder sogar tödlich sein.” Die Autor:innen präsentierten eine weitere Analyse, in der sie eine Anpassung hinsichtlich der Kontakte zu psychiatrischen Kliniken vorgenommen hatten. Die Rate war mit 4,47 immer noch erhöht, aber „nicht mehr ganz signifikant”. Wie bereits erwähnt, ist es völlig falsch, psychiatrische Krankenhauskontakte zu berücksichtigen. Solche Kontakte erhöhen das Suizidrisiko bei psychiatrischen Patient:innen um das 44-fache. Durch die Korrektur wurde ein echter Zusammenhang zwischen SSRI und Suizid beseitigt.
Unter Bezugnahme auf Kessings irreführende Studie war Videbech (JP 10. Februar) der Ansicht, dass viele Suizide bei Kindern und Jugendlichen hätten vermieden werden können, wenn die Behandlung mit Antidepressiva weiter verbreitet gewesen wäre.
Psychiater:innen haben ihre Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit in katastrophaler Weise verletzt, indem sie behaupteten, dass Antidepressiva vor Suizid schützen, obwohl sie das Gegenteil bewirken. Ich kenne kein anderes medizinisches Fachgebiet, dessen Vertreter die Öffentlichkeit systematisch in diesem Ausmaß falsch informieren.
Lehrbücher der Psychiatrie, die von Studierenden der Medizin, Psychologie und Psychiatrie verwendet werden, enthalten eine Litanei irreführender und falscher Aussagen über die Ursachen psychischer Störungen, darüber, ob sie genetisch bedingt sind, ob sie in einem Gehirnscan erkannt werden können, ob sie durch ein chemisches Ungleichgewicht verursacht werden, ob psychiatrische Diagnosen zuverlässig sind und welche Vor- und Nachteile Psychopharmaka und Elektroschocks haben. Vieles von dem, was behauptet wird, kommt einer wissenschaftlichen Unredlichkeit gleich, und die Autor:innen der Lehrbücher zitieren oft Forschungsergebnisse, die mit Betrug oder schwerwiegenden Manipulationen der Daten behaftet sind.