Kindling – Die große Unbekannte der Psychiatrie

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[anmerkung_redaktion]

Wenn Menschen Hilfe bei der Bewältigung ihrer psychischen Leiden suchen, wenden sie sich oft an einen Psychiater, der ihnen eine medikamentöse Therapie vorschlägt.

Psychopharmaka können kurzfristig hilfreich sein, um akute Leidenszustände zu lindern. Sie sollten nur nach vollumfänglicher Aufklärung und informierter Zustimmung verschrieben werden. In der psychiatrischen Praxis kommt es häufig vor, dass der Psychiater – oder eine anderer verschreibende Ärztin – beim Absetzen der Psychopharmaka oder bei einem Therapiewechsel, wenn das Medikament seine Wirkung nicht mehr entfaltet, die Entzugssymptome nicht erkennt und sie als Verschlechterung des psychischen Zustands der Person interpretiert.

Diese mangelnde Vertrautheit mit den Methoden des sicheren Absetzens und den Entzugssymptomen führt häufig zur Wiederaufnahme der medikamentösen Therapie, manchmal in höheren Dosierungen als zuvor, um die auftretenden Symptome einzudämmen.

Das Hinzufügen neuer Wirkstoffe, insbesondere in ein bereits sensibilisiertes Nervensystem, kann extrem destabilisierende und schwer tolerierbare Auswirkungen haben, ein Phänomen, das als Kindling bekannt ist.

Was ist Kindling oder neuronale Sensibilisierung?

Mit diesem Artikel möchten wir das Phänomen des pharmakologischen Kindlings bzw. der neuronalen Sensibilisierung (manchmal als neuronale „Zündung“ oder „Auslösung“ übersetzt) näher beleuchten – ein Prozess, der in der klinischen Praxis trotz seiner Relevanz noch wenig anerkannt ist. Es handelt sich um einen Zustand, der weiter verbreitet ist, als gemeinhin angenommen wird, der jedoch häufig vom Behandler nicht angemessen erkannt wird. Dadurch besteht das Risiko, dass sich der Zustand des Patienten unnötig verkompliziert – oder im schlimmsten Fall sogar deutlich verschlechtert (1, 2).

In der klinischen Praxis kommt es häufig vor, dass Patient:innen nach Beginn einer psychopharmakologischen Therapie versuchen, die Behandlung zu beenden, wenn sich eine symptomatische Besserung zeigt oder unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten.

Die Absetzphase wird jedoch häufig unzureichend gesteuert: Das Tempo und die Gradualität des Taperings (Ausschleichen) werden unterschätzt, was zu Absetzschritten führt, die zu abrupt für die neurophysiologische Anpassungsfähigkeit des Gehirns an die Dosisverringerung sind (3).

Ein zu schnelles Absetzen kann zu einer Vielzahl von klinischen Symptomen führen, sowohl somatischer als auch psychischer Natur. Unter solchen Umständen neigt der Behandler in der Regel dazu, die ursprüngliche medikamentöse Therapie wieder aufzunehmen, manchmal durch Erhöhung der Dosierung oder Verordnung zusätzlicher Wirkstoffe, um die auftretenden Symptome einzudämmen.

Durch diese wiederholten Zyklen der Beendigung und Wiedereinnahme von Psychopharmaka kann es im Laufe der Zeit zu einer fortschreitenden Destabilisierung des zentralen Nervensystems kommen. Jeder neue Absetzversuch wird komplexer und weniger verträglich, mit einer Zunahme der neurobiologischen Reaktivität (4).

In einem nicht unerheblichen Prozentsatz der Fälle kann die Wiederholung solcher Zyklen einen Prozess des Kindling begünstigen: eine zunehmende neuronale Sensibilisierung, bei der die Reaktion des Zentralnervensystems auf interne oder externe Reize verstärkt wird, während die Fähigkeit des Gehirns, die neurochemische Homöostase wiederherzustellen, abnimmt (5).

Viele Menschen berichten, dass der erste Versuch, ein Psychopharmakon abzusetzen, noch relativ einfach war. Nach der Aufnahme neuer Behandlungen gestaltet sich jedoch jeder weitere Versuch als schwieriger, wobei teilweise intensive und schwer erträgliche Symptome auftreten.

Kindling beschreibt genau dieses Phänomen: Wiederholte Aktivierungen im Laufe der Zeit machen das System zunehmend reaktiver, bis es selbst bei minimalen Reizen zu verstärkten Reaktionen kommt. Mit anderen Worten: Nach wiederholten Zyklen von Einnahme und Absetzen wird das Gehirn empfindlicher und instabiler. Es ist, als würde es „lernen“, immer intensiver auf das Fehlen des Medikaments zu reagieren, wodurch jeder weitere Absetzversuch schwieriger zu bewältigen ist (6).

Wie kann man dem Phänomen des Kindling vorbeugen?

Kindling ist ein Prozess der fortschreitenden Aktivierung des Nervensystems, bei dem wiederholte Reize im Laufe der Zeit zu immer verstärkten Reaktionen führen (1,7).

Um das Konzept zu verdeutlichen, kann man sich vorstellen, was passiert, wenn ein Psychopharmakon nicht die gewünschte Wirkung erzielt oder mit der Zeit aufgrund von Toleranzphänomenen seine Wirksamkeit verliert. Es kann sein, dass der Arzt innerhalb kurzer Zeit eine Umstellung auf einen anderen Wirkstoff vornimmt oder zusätzliche Wirkstoffe verordnet, ohne dem Nervensystem die Zeit zu lassen, sein Gleichgewicht wiederherzustellen. Eine weitere häufig vorkommende Situation ist, dass Entzugssymptome nicht als solche erkannt und als Anzeichen einer neuen Erkrankung interpretiert werden, was zur Verordnung weiterer Psychopharmaka führt. Diese wiederholten Verordnungen und das wiederholte Absetzen können zur Entwicklung von Kindling beitragen (3).

Um das Risiko einer fortschreitenden Sensibilisierung zu verringern, wird in der Literatur betont, wie wichtig es ist, wiederholte und abrupte Schwankungen in der Behandlung zu vermeiden. Häufige Änderungen, plötzliche Unterbrechungen und kurze Zyklen von Absetzen und Wiedereinnahme stellen Reize dar, die die Reaktivität des Nervensystems erhöhen können. Im Gegensatz dazu sind langsamere Umstellungen, Bedingungen mit größerer physiologischer Stabilität und weniger rasche Veränderungen tendenziell weniger destabilisierend (4).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gehirn nach wiederholten Einnahme- und Absetzzyklen empfindlicher und instabiler werden kann. 

Wie bereits häufig hervorgehoben, ist es zur Verringerung des Risikos von Entzugssymptomen – die eine Wiedereinführung des Medikaments oder die Einführung weiterer Psychopharmaka erforderlich machen könnten – von entscheidender Bedeutung, dass das Absetzen langsam und schrittweise unter der Aufsicht eines erfahrenen Arztes erfolgt.

Kindling-Effekt oder Entzugssymptome?

Ein wichtiger Aspekt, der berücksichtigt werden sollte, ist, dass in einem bereits hochsensibilisierten Nervensystem die Zugabe weiterer Psychopharmaka zur Linderung der Symptome in einigen Fällen die Situation erheblich verschlimmern kann. Befindet sich das System in einem Zustand der Hyperreaktivität, kann jeder neue Wirkstoff oder jede pharmakologische Veränderung einen weiteren destabilisierenden Reiz darstellen, mit dem Risiko, die Symptome zu verstärken, anstatt sie zu lindern (3).

Aus diesem Grund schlägt die Fachliteratur ein allgemeines Vorsichtsprinzip vor, wenn noch unklar ist, ob die Symptome auf einen Kindling-Prozess oder auf ein Entzugssyndrom zurückzuführen sind: Falls man sich entscheidet, die Entzugshypothese durch ein Wiedereindosieren des abgesetzten Medikaments zu überprüfen, sollte dies vorzugsweise mit einer sehr geringen Menge und stets unter ärztlicher Aufsicht geschehen. Eine Minimaldosis verringert das Risiko, ein bereits sensibilisiertes System zu überlasten, und ermöglicht es, die Richtung der körperlichen Reaktion präziser zu beobachten (3).Wenn die Symptome nachlassen, ist es wahrscheinlich, dass es Entzugssymptome waren, und die Dosis kann schrittweise angepasst werden. Wenn sich die Symptome hingegen verschlimmern, kann dies auf eine Sensibilisierung hindeuten (Anm. d. R.: Auch in diesem Fall kann es sich um ein Entzugssyndrom handeln, bei welchem zusätzlich das Phänomen des Kindlings auftritt): In solchen Fällen kann die Verwendung einer sehr niedrigen Dosis die Auswirkungen auf das Nervensystem begrenzen und das Risiko weiterer paradoxer Reaktionen verringern (8).

Wie hoch ist der Prozentsatz der von Kindling betroffenen Personen?

Derzeit liegen keine Zahlen oder Prozentsätze darüber vor, wie viele Menschen unter Kindling leiden. Der Grund dafür ist, dass das Phänomen noch nicht als offizielle Diagnose anerkannt ist und daher weder in den Gesundheitssystemen erfasst noch systematisch untersucht wird (3).

Darüber hinaus können seine Symptome folgenden sehr ähnlich sein:

  • Unerwünschte Wirkungen von Medikamenten
  • Entzugssymptome
  • Rückfälle der ursprünglichen Störung, für die die Psychopharmaka eingenommen wurden

Aus diesem Grund wird es oft nicht als Sensibilisierung erkannt, sondern auf andere Weise interpretiert (2).

Schließlich fehlen Studien, die Personen, die Psychopharmaka einnehmen, über einen längeren Zeitraum beobachten, um zu verstehen, wie viele von ihnen nach wiederholten Medikamentenänderungen oder Absetzversuchen eine Sensibilisierung entwickeln (4).

Mit welchen Symptomen manifestiert sich Kindling?

Kindling kann sich durch eine heterogene Reihe von Symptomen manifestieren, die eine erhöhte Reaktivität des Nervensystems widerspiegeln (1,5).

  • Auf neurologischer Ebene können Übererregbarkeit, Zittern, Gleichgewichtsstörungen oder ein Gefühl des Schwankens, Überempfindlichkeit gegenüber sensorischen Reizen wie Geräuschen, Licht oder Gerüchen. Ebenfalls typisch sind Parästhesien (Missempfindungen), Gefühle wie „Stromschläge“ (Brain Zaps) sowie Schlafstörungen bis hin zu ausgeprägter Insomnie (3).
  • Aus psychologischer und emotionaler Sicht berichten viele Menschen von starker Angst, Reizbarkeit, Unruhe, einem anhaltenden Gefühl innerer Alarmbereitschaft, Stimmungsschwankungen und einer erhöhten Anfälligkeit für depressive Symptome oder schnelle Rückfälle (3).
  • Auf kognitiver Ebene können Konzentrationsschwierigkeiten, Verwirrtheitsgefühle oder „Gehirnnebel“ (Brain Fog) sowie eine deutlich verringerte Stresstoleranz auftreten (2).
  • Auf körperlicher Ebene treten häufig Herzklopfen, Schwitzen, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und ein allgemeines Krankheitsgefühl auf (3).

Zusammengenommen zeichnen diese Signale das Bild einer zunehmenden Sensibilisierung des Nervensystems. Dieses reagiert verstärkt und weniger vorhersehbar auf Reize, die zuvor gut vertragen wurden (6).

Wie fühlen sich Menschen, die unter Kindling leiden?

Menschen, die Kindling erleben, berichten oft, dass sie ihr Nervensystem als zerbrechlicher, reaktiver und exponierter empfinden. Dabei handelt es sich nicht um eine plötzliche Veränderung, sondern um einen allmählichen Wandel: Tag für Tag wird das, was zuvor tolerierbar war, schwerer, und einst unbedeutende Reize werden schwer zu bewältigen (3).

Viele Betroffene beschreiben ein Gefühl ständiger Alarmbereitschaft, als würde der Körper auf eine unsichtbare Gefahr reagieren. Geräusche, Licht, Gerüche oder minimale Veränderungen in der Umgebung können wie verstärkt wirken. Der Schlaf wird oberflächlich und fragmentiert, die Müdigkeit häuft sich an und es können Zittern, Herzklopfen oder innere Erschütterungen auftreten, die für Außenstehende, die dies nie erlebt haben, schwer zu erklären sind (3).

Auf emotionaler Ebene kann die Erfahrung ebenso intensiv sein. Angstzustände können ohne ersichtlichen Grund auftreten, die Stimmung kann schnell schwanken und die Fähigkeit, den Alltagsstress zu bewältigen, kann abnehmen. Manche Menschen sprechen von einer neuen „emotionalen Verletzlichkeit”, einer unerwarteten Sensibilität, die es schwieriger macht, auch mit kleinen Unvorhergesehenheiten umzugehen (2).

Auch der Geist kann weniger klar erscheinen: Konzentration erfordert mehr Anstrengung, die Gedanken wirken weniger geordnet, und das Gefühl von „Watte im Kopf“ (Brain Fog) kann zu einem ungewollten Begleiter im Alltag werden (6).

All dies kann Frustration, Orientierungslosigkeit und manchmal ein Gefühl der Einsamkeit hervorrufen – nicht, weil es an Menschen im Umfeld fehlt, sondern weil es so schwer ist, Worte zu finden, die das Erlebte wirklich greifbar machen.

In diesem Zusammenhang ist es nicht ungewöhnlich, dass das emotionale Leid sehr intensiv wird. Manche Menschen berichten, dass sie sich völlig überwältigt fühlen, als sei ihre Belastungsgrenze hauchdünn geworden (3). Insgesamt beschreiben Menschen, die unter Kindling leiden, eine Erfahrung, die von Überempfindlichkeit, Instabilität und Müdigkeit, aber auch von der Suche nach Ausgeglichenheit geprägt ist: tägliche Versuche, zu verstehen, was passiert und Wege zu finden, damit umzugehen. Es in eigenen Worten zu beschreiben, ist oft der erste Schritt, um sich weniger isoliert zu fühlen und zu erkennen, dass es trotz der Komplexität Möglichkeiten der Unterstützung und Linderung gibt (4).

Was können Menschen tun, um Kindling zu lindern?

Wer unter Kindling leidet, kann von Strategien profitieren, die dem Nervensystem helfen, eine gewisse Stabilität wiederzufinden. Im Allgemeinen berichten viele Menschen, dass nicht drastische Maßnahmen den Unterschied ausmachen, sondern eine Reihe von konstanten Maßnahmen, die den Druck auf das Nervensystem verringern und dessen Erholung fördern (3).

Ein wesentlicher Aspekt betrifft den Rhythmus der medikamentösen Veränderungen: Das Vermeiden von großen Schwankungen, abrupten Veränderungen oder wiederholten Zyklen des Absetzens und der Wiedereinnahme kann dazu beitragen, die Sensibilisierung zu verringern. Wenn eine Anpassung der Behandlung notwendig ist, erleben viele Betroffene langsame und schrittweise Übergänge als deutlich verträglicher. Dies sollte stets unter der Aufsicht eines erfahrenen Arztes geschehen, um ein bereits reaktives System nicht zusätzlich zu überlasten (2).

Neben den pharmakologischen Aspekten spielt auch die Regelmäßigkeit des Alltags eine wichtige Rolle. Ein stabiler Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, Stressabbau und vorhersehbare Routinen können dazu beitragen, die Überreaktivität des Nervensystems zu verringern. Auch Aktivitäten, die die physiologische Ruhe fördern – langsames Atmen, sanfte Bewegung, häufige Pausen, Kontakt mit ruhigen Umgebungen – können dazu beitragen, die Symptome besser in den Griff zu bekommen (3).

Viele Betroffene empfinden es zudem als hilfreich, dem Geschehen einen Sinn zu geben: Zu verstehen, dass die eigene Reaktivität keine „Schuld“ ist, sondern eine Folge des Sensibilisierungsprozesses. Dies kann Angst und Verwirrung lindern und dabei helfen, die eigenen Empfindungen besser einzuordnen. Das Gespräch mit einer Vertrauensperson, das Teilen der Erfahrung oder das Einholen professioneller Unterstützung kann einen wertvollen emotionalen Halt bieten, wenn das Leiden intensiv wird (3). Insgesamt bedeutet die Linderung von Kindling, destabilisierende Reize zu reduzieren und solche zu verstärken, die Stabilität und Erholung fördern. Es gibt keine Sofortlösung, aber eine Summe kleiner Schritte, die dem Nervensystem im Laufe der Zeit helfen können, wieder ein gewisses Maß an Gleichgewicht zu finden (4).

Schlussfolgerungen

Kindling ist ein Phänomen, das noch wenig bekannt ist, aber eine entscheidende Rolle dabei spielt, zu verstehen, warum manche Menschen im Laufe der Zeit immer größere Schwierigkeiten haben, ein Psychopharmakon abzusetzen oder zu wechseln. Es resultiert nicht aus psychologischen oder organischen Problemen des Einzelnen, sondern ist die Folge eines Nervensystems, das nach vielen pharmakologischen Behandlungen sowie Behandlungswechseln sensibler und instabiler wird.

Dieses Wissen ermöglicht es, Symptome besser zu deuten, abrupte Wechsel zu vermeiden und Strategien anzuwenden, die schrittweiser erfolgen und die körpereigenen Rhythmen respektieren. Über Kindling zu sprechen bedeutet, einer oft missverstandenen Erfahrung einen Namen zu geben und eine Behandlungskultur zu fördern, die achtsamer, vorsichtiger und informierter ist.

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(1) Goddard, G. V. (1967). Development of epileptic seizures through brain stimulation at low intensity.

(2) Post, R. M., & Weiss, S. R. B. (1988). Sensitization and Kindling: Implications for the Evolution of Psychiatric Symptomatology.

(3) Maviglia, M., Cooeyate, N., Hume, D., & Guerra, L. (2024). Kindling in psychopharmacology: Unveiling an overlooked clinical challenge with significant implications.

(4) Post, R. M. (2021). The Kindling/Sensitization Model and Early Life Stress.

(5) McNamara, J. O., Bonhaus, D. W., Crain, B. J., Gellman, R. L., & Shin, C. (1992). Biochemical and Pharmacologic Studies of Neurotransmitters in the Kindling Model.

(6) Post, R. M. (2016). The kindling/sensitization model and the pathophysiology of bipolar disorder.

(7) Goddard, G. V., McIntyre, D. C., & Leech, C. K. (1969). A permanent change in brain function resulting from daily electrical stimulation.(8) Maviglia, M. (2024). Astinenza e Kindling: “purgatorio e inferno” – Come evitare i peccati mortali della psicofarmacologia. Mad in Italy

Mad in Deutschland veröffentlicht Blogbeiträge einer vielfältigen Gruppe von Autor:innen. Diese Beiträge sollen zur Diskussion über Psychiatrie und ihre Behandlungsmethoden in Deutschland anregen. Die geäußerten Meinungen sind die der Autor:innen.

Laura Guerra
Laura Guerra
Laura Guerra ist promovierte Biologin und hat an der Universität Ferrara in Pharmakologie promoviert. Ihr Interesse gilt der Behandlung mit Psychopharmaka im psychosozialen Kontext von emotionalem Leid. Ein besonderes Augenmerk legt sie dabei auf die Problematiken im Kindes- und Jugendalter. Sie übersetzte Peter Breggins Werk „Psychiatric Drug Withdrawal: A Guide for Prescribers, Therapists, Patients and their Families“ sowie Joanna Moncrieffs Buch „The Bitterest Pills: The Troubling Story of Antipsychotic Drugs“ ins Italienische. Kürzlich veröffentlichte sie gemeinsam mit Marcello Maviglia und Miriam Gandolfi das Buch “Sospendere gli psicofarmaci: come e perché? Costruire un percorso personalizzato ed efficace” (Psychopharmaka absetzen: Wie und warum. Einen individuellen und wirksamen Weg gestalten).

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